Komponisten

Wenn man das Werden unseres Unterverbandes aufmerksam durchgelesen hat, so konnte man daraus ersehen, dass das Gebiet der Westschweiz für den Jodelgesang ein steiniger Boden ist. Dass sich trotzdem eine Anzahl Kameraden an das Komponieren von Jodelliedern wagte, ist sehr erfreulich. Diese Kompositionen sollen ja ihren eigenen Stempel tragen, sie sollen auf die Heimat der Schreibenden zugeschnitten sein. So kann kein Komponist mit dem andern verglichen werden. Ernst Schneeberger schrieb wuchtig, Alfons Gugler tragend, Ewald Muther in seiner Art berglerisch und naturliebend, Felix Schmid wiederum ein wenig verspielt, Amandus Fercher, in den Bergen  aufgewachsen, entdeckte seine Liebe zum Naturjodel, indes die Lieder von Arthur Schmid eher den steinigen Boden besingen. Albert Jaquet, unser Komponist in französisch, bringt zum Teil seinen welschen Charme in seine Lieder. Marcel Monnier und Constant Schmied, beide aus Tramelan BE, haben viele deutschschweizer Jodellieder in die französische Sprache übersetzt, damit diese Lieder von unseren welschen Kameraden auch gesungen werden können. 

 

In den letzten Jahren haben sich auch andere und jüngere Jodler ans Komponieren gewagt. Walter Rüfenacht aus Yverdon macht dies mit eigenen Texten in Deutsch und Französisch. Im Oberwallis haben sich Daniel Föhn aus Saas-Almagell und Zentrigen André aus Leukerbad mit ihren eigenen Liedern einen Namen gemacht. 

 

Die Jodelkomponisten der ganzen Schweiz sind in der Home-Page der Eidg.Jodlerdirigenten- und Komponisten-Vereinigung www.ejdkv.ch unter der Rubrik "Komponisten-Lieder-Verlage" klassiert. Sie finden hier auch die Komponistenporträts.